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Über dem Nebel! Unter dem Nebel!Zur Inversionslage der Seele

  • johanneszemanek
  • Dec 31, 2025
  • 2 min read

Wir kennen alle die Situationen, in denen wir im Dunkeln tappen. Unsicherheiten drohen uns von links und rechts zu überfallen und die Zukunftsaussicht erscheint eher trüb und fahl. Alles scheint vor lauter Sorgen von einem Nebel aus Trübsal bedeckt – und wir wähnen uns darin gefangen.

Wie geht es nur weiter? Was ist denn los mit mir? Warum komme ich nicht voran?


Solche Fragen quälen uns dann. Wenn der Nebel besonders dicht wird, fühlen wir uns vollkommen abgeschnitten und eingeengt. Es fehlt die Sonne, die unser Herz erwärmt. In den Niederungen der tiefen Täler fröstelt es uns, als gäbe es keine Hoffnung, jemals wieder einen Sonnenstrahl auf der eigenen Haut zu spüren.


Das Licht in der Dunkelheit


Die Jahreszeit des Herbstes mit den immer kürzeren Tagen unterstreicht diese Phase der Dunkelheit noch. Doch das Weihnachtsfest, das zum Zeitpunkt des Lichtfestes gefeiert wird, ist ein Ritual, das uns an die neuen Möglichkeiten erinnern soll – an das Lichte, Schöne und Weite in unserem Leben.

Wie ein neugeborenes Kind kann es in unserem Leben strahlen und unsere Herzen erhellen. Es gibt kein Ende, sondern nur eine Erneuerung aus dem Vergänglichen.


Über dem Nebel: Die befreiende Weite


Uns wird das sofort klar, wenn wir aus der Nebelsuppe auftauchen können und die Weite des blauen Himmels einatmen. Auf einem Berg oder blos einem Hügel, der gerade so aus der Nebeldecke herausragt, ist die Stimmung auf einmal eine ganz andere.

Das Unlebendige und Trübe ist wie weggeblasen – die Sicht ein großartiges Geschenk des Lebens. Wir stecken nicht mehr in unseren Zukunftsängsten fest oder hängen in den Scham- und Schuldgefühlen der Vergangenheit:


„Das hätte ich anders machen müssen!" oder „Das muss ich unbedingt noch erledigen! Diesen guten Vorsatz werde ich dieses neue Jahr umsetzen!"


Auch wenn diese Nebelsuppe von Vergangenheit und Zukunft immer wieder kommen wird, ist es wichtig, beständig aus ihr herauszusteigen. Nur so können wir die lebendige Weite in den Sonnenstrahlen des Augenblicks im Hier und Jetzt genießen. Dann können neue Ideen kommen, dann haben wir Kraft für die täglichen Erledigungen – und dann können wir gesund und freudvoll leben.


Der Weg aus dem Nebel


Wie gewinnen wir aber wieder ein wenig Höhe, wenn wir uns unter dem Nebel gefangen glauben?

Das Schöne ist: Es kann ganz leicht gehen! Die Arbeit mit Achtsamkeit, Atem und Gewahrsein führt aus nebeliger Enge in strahlende Weite. Manchmal braucht es ein bisschen Disziplin und den ersten Anstoß, aber mit etwas Ruhe, sehr viel Neugier und ein wenig Tiefgang sind alle Zutaten für ein gelungenes Gericht vorhanden.

Vielleicht wollt ihr dieses Jahr gemeinsam diesen Weg mit mir gehen und ungeahnte Möglichkeiten entdecken.


Wirklich Neues kommt von innen! Und oft war es schon immer da …


Ich wünsche Euch allen ein gutes und atembewegtes neues Jahr!


 
 
 

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