Johannes Zemanek

Körper - Atem - Seele

GRUNDLAGEN UND METHODE

Ilse Middendorf
gründete schon 1965 ihr eigenes Institut in Berlin, wo sie unterrichtete und ausbildete. Die Lehre vom erfahrbaren Atem dient auch heute noch als Grundlage für die Atempädagogik.

Definition
Es handelt sich bei der Atempädagogoik um eine sensomotorische Lernmethode, die durch Aufmerksamkeitsfokussierung die Atemfunktion mittelbar über Bewegung und Stimme beeinflusst. Durch eine Steigerung der Wahrnehmungsfähigkeit und Regulation des Körpertonus mittels Bewegung und Dehnung, sowie Druckpunktarbeit können sich  körperliche Symptome wie Rückenschmerzen bis zu psychischen Blockaden wie "Burnout" lösen. Dabei wird versucht die körpereigene Widerstandsfähigkeit zu aktivieren, um die natürliche Solutogenese (Selbstheilung) zu fördern.

Zentrale Elemente
  • Das bewusste Zulassen des eigenen autonomen unwillkürlichen Atems
  • Die anstrengungsfreie Organisation im Schwerkraftfeld ("Haltung")
  • Die Anregung der autonomen Atmung durch Dehnung, Bewegung und Stimme
  • Die möglichst ablenkungsfreie Aufmerksamkeitsfokussierung auf den Atem
  • Die Integration psychophysischer Erfahrungen in das Persönlichkeitsbild

Wirkmechanismen
Durch die Aufmerksamkeitsfokussierung auf niederschwellige körpereigene Reize werden neue Verbindungen im sensomotorischen System des Gehirns geschaffen, die eine schnellere und effizientere motorische Reaktion auf spezifische sensorische Reize ermöglicht. Durch die Bewegung des Zwerchfells, das in enger Verbindung mit dem autonomen Nervensystem steht, kann das vegetative Nervensystem in Richtung Ruhe und Erholung aktiviert werden, was zur autonomen Salutogenese beiträgt. Die vielen mit Körperempfindung verbundenen und so neurologisch abgespeicherten Emotionen, ermöglichen die Aufarbeitung psychophysischer Muster in sicherer Umgebung.