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  • Aus der Mitte entspringt ein Fluss – Sich ins Leben Trauen!

    Es passiert so leicht, dass uns die Sorgen und Ängste, wie wir unser Leben bewältigen sollen, uns in einen Käfig aus Aufgaben sperren. Mit der Zeit erscheint dieser meistens immer dichter und undurchdringlicher zu werden. Es geht dann nur mehr darum, Erwartungen zu erfüllen und inneren, wie äußeren Anforderungen zu entsprechen. Oft wissen wir dann gar nicht mehr was wir selber wollen uns wünschen, was wir brauchen. Eine Tasse Café, ein Blick auf Facebook, YouTube oder Instagram, etc. schaffen Abhilfe, lenken ab, von der Entfremdung die wir im Alltag erleben. Leider helfen diese Ablenkungen aber nicht wieder zu uns selbst zu finden, machen es aber möglich das Unwohlsein im Alltag auszuhalten, besser gesagt zu verdrängen. Jeder Moment wird nicht für sich selbst gelebt sondern um etwas anderes zu erreichen. Ich muss mit dem schnell fertig werden, damit ich dann das noch erledigen kann, damit ich endlich Feierabend machen kann. Ich muss mich jetzt kurz ausruhen und die Serie schauen, die Zigarette rauchen, etc. weil ich sonst nicht weiter arbeiten kann. Im Grunde genommen geht das Leben so an uns vorbei… Wir sind nie in dem Moment und erleben das was gerade da ist sondern versuchen nur den nächsten zu ermöglichen. Als müssten wir immer diesen Zug erwischen, um den nächsten wieder nehmen zu können, ohne je an einem Ort anzukommen. Es gibt sicher auch lebensnotwendige Arbeiten und Systeme, wie auch Realitäten, die wir nicht ausblenden können, aber dass es mich hier und jetzt gibt, dürfen wir darüber nicht vergessen. Das Ziel ist das Leben und es findet nur gerade jetzt in diesem Augenblick statt, nirgends sonst. Wie kann ich mich nun in diese Unmittelbarkeit trauen, wenn ich doch den vielen Unannehmlichkeiten des Alltags, die ich ständig unbewusst spüre, entfliehen möchte. Der atembewegte Körperleib ist das unmittelbarste Tor um dorthin zu finden. Mein Geist kann mir alles mögliche erzählen, in einer Sekunde um die ganze Welt fliegen, in Vergangenheit und Zukunft reisen und sich den verrücktesten Illusionen hingeben. Aber die Empfindung meiner Füße auf dem Boden und meines Hintern auf dem Sessel passiert genau jetzt. Das verortet mich und ist der Schlüssel sich genau jetzt und ganz ins Leben zu trauen; nicht nur ein bisschen, sondern voll hinein zubeißen. Feldenkrais, Atemarbeit und Embodied Life können nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch das Leben in dieser Form bereichern; helfen ein Vertrauen und einen Halt zu schaffen, die unmittelbare Lebendigkeit ermöglichen. Ich erforsche meinen Atem, merke wie die Empfindung meines Körpers am Boden und in einem größeren Raum mich ins Hier und Jetzt ziehen. Vielleicht muss ich nicht alles kontrollieren und steuern, sondern es gibt auch Vorgänge und Kräfte in mir, die zu Entwicklung und Lösung beitragen, wenn ich gerade ein wenig nachlasse. Auch beim Segeln braucht es immer die adäquate Stellung des Segels und nicht ein möglichst festgezurrtes, starres Teil, das mich bei jeder Böe umwerfen könnte. Nachlassen und in Kontakt gehen mit der Kraft des Windes ermöglicht mir voranzukommen und auch hier muss man manchmal das Segel auch wieder etwas enger nehmen. Ich freue mich darauf mit Euch durch den großen Ozean des Lebens segeln zu lernen. Johannes Zemanek

  • Aus der Mitte entspringt ein Fluss! Wo ich meine Ressourcen finde!

    Es gibt so viele Dinge die einen aus der Ruhe bringen und stressen können, die einen aus Angst erstarren lassen, oder ich bin bereits von dieser so durch-gefroren, dass auf dem Permafrost meiner Seele, kein Grün mehr wächst. Dann braucht es eine wärmende Kraft, wie eine Sonne, die einen auftauen lässt, sodass das Leben wieder sprießen kann. Nur was sind die Ressourcen in uns und um uns, die diese Wärme vermitteln können, wenn die Sonne hinter Nebel und Wolken verhangen scheint. Wir glauben dann oft, so eine wärmende Kraft hätte es nie gegeben. Was kann dann wie ein wärmendes Feuer wirken, bis ein Lichtblick am Horizont kommt? Manche Menschen erleben, oft lange und kalte Winter in ihrer Seele und haben Überlebensstrategien entwickelt, die für Menschen, denen es anders erging, zumindest äußerst befremdlich erscheinen. Sie haben überall an sich Dornen und Zacken angebracht um in einer (für sie) harschen Umwelt halt zu finden, sodass man sich in Ihrer Nähe fast nur verletzen kann. Andere haben sich in cm dicke Schichten aus Fett gehüllt, um ein wenig Wärme zu bewahren , sodass sie aber aalglatt und ungreifbar werden oder sogar ranzig riechen. Einige konnten sich aber nicht ausreichend selber schützen und sind innerlich dermaßen erstarrt, dass jeglicher Zugang versperrt scheint. Wie komme ich aber nun an meine Ressourcen wo ich mich mit meinen Überlebens-strategien sicher auch wenn nicht unbedingt wohl fühle? Ein wärmendes Feuer und eine dicke Fettschicht vertragen sich vielleicht nichtimmer, weil dieses selber in Flammen aufgehen könnte. Wenn ich die richtige Temperatur finde, kann dann in warmer Form, die dicke Fettschicht langsam davon rinnen und abgewaschen werden? Der Frost der Seele taut vielleicht bei anderen mit viel Behutsamkeit und Geduld langsam ab. Dann kann ein Fluss entstehen, der aus der Mitte meiner selbst entspringt. Die eingefrorene Kraft wird auf einmal verfügbar und es springt und sprudelt etwas, wo vorher alles gehalten war. Der Boden , der Raum, der Atem können eine solche Ressource sein, aber auch die Gemeinschaft in der ich mich üben und ausprobieren kann. Häufig braucht es ein wenig Zeit, bis die vorhanden Ressourcen frei gelegt werden können und dann tut es gut Hilfe von außen zu haben. Ich heiße Euch alle herzlich willkommen mit mir nach Euren Ressourcen zu forschen und das tragende und Halt gebende im Leben zu finden! Alles Liebe! Johannes Zemanek

  • Dem eigenen Herzen folgen!

    Wenn wir im Alltag gefangen sind und uns die Probleme über den Kopf wachsen, ist es sehr schwer die Stimme unseres Herzens zu vernehmen. Doch auch wenn sie oft leise ist und im Trubel untergehen kann, spricht sie eine deutliche Sprache. Sie erinnert uns an uns Selbst und unsere Liebsten! An die Dinge die uns wichtig sind und wo unsere Energie am Besten aufgehoben ist! Oft sind wir so sehr damit beschäftigt ein sicheres Umfeld für unser verletzliches Herz zu schaffen, dass wir es einmauern und nicht mehr hören können. Die Ängste, was passieren könnte, wenn wir unserem ganz persönlichen Anliegen und Herzenswünschen mehr Raum geben sind so viel lauter und können diese wichtigen Klangfarben überdecken. Dann braucht es einen Raum in dem ich zur Ruhe kommen kann, wo Stille möglich ist und frischer Wind aufkommen darf. Dieser Raum ist im gegenwärtigen Moment wo Dasein und Präsenz immer möglich sind. Unsere Partner hierfür sind: Das Empfindungsbewusstsein. Das zu spüren, was da ist. Die körperlichen Sinneseindrücke, die nicht durch Bewertungen Erfahrungen und Projektionen verzerrt sind. Der Boden, als ein ständiger Begleiter, der uns immer anbietet uns tragen zu lassen. Diese Konstanz und Nachhaltigkeit bietet uns kaum etwas anderes. Der Raum, den wir immer um uns und in uns wahrnehmen und eine Empfindungsweite eröffnen kann, die nicht auf den unmittelbaren Greifraum oder die vier Wände beschränkt bleiben müssen, sondern eine Weite darüber hinaus entfalten kann. Der Atem, der uns immer in Bewegung hält. Kommt und geht auch wenn wir nicht an ihn denken, uns ständig in Fluss und Veränderung hält und uns spürbar erfüllen wie auch befreien kann. Dort lässt sich die Stimme des Herzens ganz deutlich vernehmen, Kraft und Ausdauer für alltäglich Arbeiten schöpfen und das notwendige Mitgefühl für uns selbst und andere finden. Dann können wir mehr uns gemäß und dem eigenen Rhythmus entsprechend leben, wo Herz, Verstand und Körper miteinander schwingen. Ich freue mich darauf mit Euch diesen Raum zu kultivieren! Johannes Zemanek

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